Aus "Schweizerzeit" vom 25.3.2011
Es sagte.... Dr. Christoph Blocher zur Energie-Situation
"Jetzt müssen wir zuerst einmal warten. Während Katastrophen darf man keine langfristigen Entscheide treffen, die nicht nötig sind. Es heisst: Warten, bis man den Überblick hat, bis man sieht, was passiert ist. Dann werden die Erkenntnisse geprüft um heraus zu finden, was das für unsere Kraftwerke heisst. Nerven behalten!
Die Situation in Japan ist ganz anders, das weiss man. Japan ist eine Erdbebenregion. Vieles ist wegen des Tsunami zerstört worden. Das kann es in der Schweiz nicht geben. Schweizerische Anlagen halten Erdbeben bis Stärke 7 jedenfalls aus. Das ist viel, weil wir weniger Erdbeben gefährdet sind.
Wenn das Volk entscheidet, dass es keine AKW will, dann gilt das. Dann muss es aber auch mit den Konsequenzen leben. Das heisst Stromknappheit, sicher höhere Preise für den Strom, grosse negative Folgen für die Wirtschaft, Löhne, Arbeitsplätze, Mietausgaben und so weiter.
Unsere Bedingung ist: Sichere, genügende und kostengünstige Energie. Zur Sicherheit gehört nicht nur die technische Sicherheit, sondern auch die grösstmögliche Unabhängigkeit. Öl kommt aus Libyen, Saudi-Arabien, Gaslieferungen aus Russland. Wir sind für alle Energieformen zu haben, die das Ziel erreichen. Es gibt in absehbarer Zeit keinen äquivalenten Ersatz für Kernkraftwerke.
Die erfolgreichste Technologie auf lange Frist ist die Nutzung von Erdwärme. Aber bis das wirtschaftlich gereift ist, dauert es noch lange. Andere Optionen -zum Beispiel Photovoltaikstrom- sind sehr teuer. Und der Preis spielt eben auch eine grosse Rolle."
